Buchvorstellungen der Zentralbibliothek und der Stadtteilbibliotheken

RGA Buchbesprechung von:
Jeannine Pyschny, Sachgebietsleitung Kinder- und Jugendbibliothek Remscheid

Foto Privat

Erst basteln, dann spielen !


Was tun gegen Langeweile?

Man nehme Judith Watschingers Buch „Erst basteln, dann spielen!“, schnappt sich einfache Alltagsgegenstände, die man sowieso schon zuhause hat und bekommt somit
direkt doppelten Spaß. Denn – ob Würfelspiele, Geschicklichkeitsspiele oder Rollenspiele – in fünf Kapiteln werden über 50 Spiele zum Selberbasteln und anschließendem Spielen vorgestellt. Zu jedem Spiel gibt es sowohl eine Bastel- als auch eine Spielanleitung. Vorlagen für die verschiedenen Basteleien gibt es nicht, sodass die vorgeschlagenen Spiele individuell angepasst werden können und
der Kreativität wirklich keine Grenzen gesetzt sind. Nach dem Basteln geht es dann ans Spielen, wobei mal die Schnelligkeit, mal das Köpfchen oder auch das Glück und mal die Fantasie im Fokus stehen.
Judith Watschinger kombiniert in ihrem Bastel- und Spielbuch „Erst basteln, dann spielen!“ Kreativität und Spaß und bietet Kindern gleich zwei Möglichkeiten sich der Langeweile entgegenzusetzen. Die Idee, aus Alltagsgegenständen verschiedene Spiele zuerst selber zu basteln und anschließend damit zu spielen, garantiert nicht nur lustige Erlebnisse mit Freund*innen oder der Familie, sondern fördert auch die Fantasie der Kinder. So werden aus langweiligen Tagen ganz einfach spaßige Erlebnisse!
Judith Watschinger: Erst basteln, dann spielen! 126 Seiten, Christophorus Verlag, 2023, ISBN 978-3-
8411-0271-3; in der Kinder- und Jugendbibliothek mit der Signatur „Basteln“ zu finden

Buchbesprechung RGA: Jana Kämpf, Bibliothekarin        Foto: Privat

Hexenjäger

Es ist tiefer Winter in Helsinki. Die Kriminalhauptmeisterin Jessica Niemi wird zu einem Mord in einer Reihe von vielen gerufen. In einer Villa wurde die Ehefrau eines bekannten Thrillerautors ermordet, der sich gerade auf Lesereise befindet. Sie sitzt an einem Tisch, gekleidet in ein schwarzes Kleid, das Gesicht zu einem Grinsen verzehrt. Die Todesursache ist zunächst unklar. Ein paar Tage später kommt es zu einem weiteren Mord, bei welchem das Opfer bis zur Unkenntlichkeit verbrannt wird. Nach und nach wird den Ermittlern bewusst, dass die Personen nach dem Vorbild der Bücher ermordet werden. Und es tauchen weitere Leichen auf, die ertränkt, gesteinigt oder erdolcht wurden. Detailgetreu stellt der Mörder die Verbrechen nach. Jessica Niemi und ihr Team tappen lange im Dunkeln und dann wird ihnen bewusst, dass die Opfer Jessica ähnlichsehen.

Neben der Mordermittlung gibt es einen weiteren Erzählstrang, der von einem traumatischen Erlebnis der 19-jährigen Jessica in Venedig berichtet. Parallel dazu wird ein Familiengeheimnis aufgedeckt, während Szenen aus der Gegenwart die Handlung aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten.

Die Tätersuche sorgt für einige Überraschungen. Man findet eine Mischung aus klassischem Thriller mit Fanatismus und Okkultismus. Der Thriller ist düster und erschreckend. Max Seeck erschafft eine beklemmende und unheimliche Atmosphäre und erzählt mit hohem Tempo. Es handelt sich um den ersten Band einer Reihe.

Seeck, Max: Hexenjäger, 443 Seiten, Lübbe, 2020, ISBN 978-3-7857-2712-6; in der Stadtbibliothek zu finden bei „UR SEEC Thriller“

Julia Jansen  - Fachangestellte für Medien- und Informationsdienst

Foto von Privat

Buchbesprechung RGA:  " Lichterland – Das kleine Irgendwas"

Im weitentfernten Lichterland leben neben Menschen auch viele andere zauberhafte Wesen. Eines Tages finden der kleine Wirbelwutsch Wutschi, sowie seine Freunde Karla und Frederik im Glimmerwald einen besonderen Stein. Plötzlich fängt dieser an sich zu bewegen und Risse zu bekommen. Schnell wird klar, dass es sich bei dem Stein in Wirklichkeit um ein Ei handelt. Heraus kommt ein kleines flauschiges Wesen, von dem niemand weiß, was es ist. Die Freunde machen sich mit dem kleinen „Irgendwas“ auf die Suche nach seiner Familie. Dabei begegnen ihnen einige fantastische Gestalten. Werden Karla und Frederik die Eltern vom kleinen „Irgendwas“ finden können?

„Lichterland – Das kleine Irgendwas“ von Carolin Jelden ist ein Bilderbuch aus der Lichterlandwelt, welches unabhängig von der Lichterlandreihe gelesen werden kann. Die verschiedenen Wesen und ihre bestimmten Eigenarten sind einfach zauberhaft. Unterstrichen wird dies von den atemberaubenden Bildern von Laura Bednarski. Es ist ein absolutes cozy wohlfühl Bilderbuch, welches vermittelt, wie wichtig Freundschaft und Zusammenhalt wirklich sind. Durch den richtigen Rückhalt, Liebe und Unterstützung findet man heraus, was man selber mag, was man kann und wer man eigentlich wirklich ist.

Jelden, Carolin: „Lichterland – Das kleine Irgendwas“. 32 Seiten, Oetinger, 2025, ISBN: 978-3-7512-0594-8; in der Kinder- und Jugendbibliothek bei „Magisches“, sowie in den Stadtteilbibliotheken Lennep und Lüttringhausen mit der Signatur „Ab 1“ zu finden.

Buchbesprechnung RGA 26.08.26

Katja Brüne, Leiterin der Stadtbibliothek Lennep

Foto Tobias Berger

 

Vom Walross, das nicht einschlafen konnte

Alle Eltern wissen, wie anstrengend es ist, wenn Kinder nicht einschlafen können. Und dass es für alle eine besondere Herausforderung ist, wenn das Kind zum ersten Mal in einem neuen Bett schlafen soll. In diesem wunderschön illustrierten Bilderbuch ist es der kleine Flynn, der seine Eltern in den abendlichen Wahnsinn treibt. Er behauptet doch tatsächlich, dass da ein Walross in seinem Bett liegt! Ein hungriges Walross, das noch etwas essen muss, bevor es einschlafen kann. Ein frierendes Walross, das weitere Decken benötigt. Und ein Glas Milch. Woraufhin das Walross natürlich noch einmal aufs Klo muss… Zu Flynns Ehrenrettung sei angemerkt, dass er sich wirklich große Mühe gibt, um zur Nachtruhe zu kommen. Doch zuvor muss er noch unter dem Bett nachschauen, ob dort Monster sind. Und dem Walross ein Schlaflied singen. Weil das Rumoren im Kinderzimmer kein Ende nimmt, findet niemand in der Familie Schlaf.

Erzählt wird dies alles allerdings aus Flynns Sicht – und das Walross ist real! Wer mag es da dem Kind verübeln, dass es sich erst einmal um das Walross in seinem Bett kümmern muss, bevor es selbst schlafen kann? Dieser Perspektivwechsel macht die Geschichte zu einem herrlichen Spaß für alle. Und auch in den liebevollen Illustrationen voller witziger Details gibt es viel zu entdecken.


Ciara Flood, „Vom Walross, das nicht einschlafen konnte“, 32 ungezählte Seiten, Knesebeck Verlag, 2018, 978-3-95728-173-9, in der Stadtteilbibliothek Lennep zu finden unter „Ab 1“, Antolin 1.

Buchbesprechung RGA: Tina Brandt,

FaMI der Stadtteilbibliothek Lüttringhausen

Foto: Janina Schumacher.

 

Die Vergangenheit vergisst nie

 

Ein luxuriöser Zug. Ein exklusives Klassentreffen. Alte Rivalitäten. Unausgesprochene Gefühle – und Erinnerungen, die nie ganz verschwunden sind. Als Lara nach Jahren auf ihre ehemaligen Mitschüler trifft, ahnt sie nicht, dass diese Reise alles verändern wird. Zwischen funkelnden Champagnergläsern und engen Abteilen liegt etwas in der Luft, das gefährlicher ist als verletzter Stolz: Jemand spielt ein perfides Spiel. Und plötzlich steht mehr auf dem Spiel als nur ihr Herz. Während alte Wunden aufreißen und eine verbotene Anziehung neu entfacht, wächst ein beunruhigender Verdacht. Was, wenn jemand an Bord eine alte Rechnung begleichen will? Und was, wenn die Wahrheit näher ist, als Lara glaubt?

 

„Remember, Remember“ ist der neue fesselnde Romantic-Suspense-Roman von Stefanie Hasse. Das Buch ist spannend, emotional und absolut süchtig machend. Es ist voller Wendungen, Geheimnissen und einer Liebe, die schon viel zu lange auf ihren Auftritt wartet.

 

 

Hasse, Stefanie: „Remember, Remember“. 464 Seiten, Blanvalet Taschenbuch Verlag, 2026, ISBN: 978-3-7341-1420-5; In der Stadtteilbibliothek Lüttringhausen zu finden bei: „UR HASS“.

 

Buchbesprechung RGA: Tobias Berger,                                              Fachangestellter für Medien- und Informationsdienste in der Stadtteilbibliothek Lennep

Yona ist die Prinzessin des Königreichs Koka und dort sehr behütet im Palast aufgewachsen. Unter dem aktuellen pazifistischen König und Vater von Yona, König Il, herrscht Frieden im Land. Dieser Frieden ist jedoch sehr prekär, da er durch Gebietsabtretungen und Versprechen an andere Länder erkauft wurde.
Ihren 16. Geburtstag wollte Prinzessin Yona eigentlich nur mit Ihren Kindheitsfreunden Su-Won und Hak, der mittlerweile ihr Leibwächter und einer der stärksten Kämpfer im Palast ist, feiern. Jedoch muss sie mit ansehen wie Su-Won ihren Vater ermordet, um den Thron an sich zu reißen. Noch unter Schock stehend ist sie gezwungen mit Hak aus dem Palast zu fliehen. Ab jetzt befindet sie sich auf einer Reise, in deren Verlauf sie ums Überleben kämpfen und Verbündete finden muss, damit sie irgendwann wieder in den Palast zurückkehren kann.
Mit diesem Band beginnt die epische Abenteuerreise von Prinzessin Yona. Auf ihrer Reise muss sie Gefährten finden, Gefahren trotzen und erfährt dabei viel über sich und ihr Land. Eine Empfehlung für alle die gerne Abenteuerreisen mit einem Hauch Fantasy lesen.

Kusanagi, Mizuho: Yona - Prinzessin der Morgendämmerung. Manga. 192 Seiten, Tokyopop, 2016, ISBN 978-3-8420-3143-2;
in der Bibliothek zu finden unter „Manga / Y“


 

Buchbesprechung RGA: Julia Jansen, Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste

Ein Mädchen namens Owl

Seit die junge Owl denken kann, gibt es nur sie und ihre Mutter. Kein Wunder also, dass sie unbedingt herausfinden möchte, wer ihr Vater ist. Immer wenn sie ihre Mutter nach ihm fragt, macht diese nur rätselhafte Andeutungen. Als Owl eines Tages eiskalte Haut bekommt, die von Frostmustern übersäht ist, und dann auch noch Tränen aus Eis weint, liegt der Verdacht nah, dass mehr an der Sache dran ist, als sie gedacht hat. Also macht sich Owl auf die Suche nach ihm. Nachdem sie ihn endlich gefunden hat, muss sie feststellen, dass er in Gefahr schwebt und der Kontakt zu ihm auch sie auf den Radar übernatürlicher Mächte bringt.

„Ein Mädchen namens Owl“ ist ein Jugendbuch aus der Feder von Amy Wilson, das durch den leichten und bildlichen Schreibstil gut und schnell zu lesen ist. Es behandelt wichtige Themen wie unter anderem Freundschaft, Familie, Identitätsfindung und die Frage nach der eigenen Herkunft mit viel Verständnis und Herz. Dieses Buch empfiehlt sich besonders für Kinder, die Märchen, die Jahreszeiten und Eulen lieben. Aber auch für Jugendliche und Erwachsene ist diese Geschichte ein schöner Zeitvertreib, der den Alltag vergessen lässt.

Wilson, Amy: „Ein Mädchen namens Owl“. 320 Seiten, Von Hacht Verlag, 2021,
ISBN: 978-3-96826-008-2; in der Stadtteilbibliothek Lüttringhausen mit der Signatur „Ab 10 / Fantasy / W / Band 1“ zu finden.

Buchbesprechung von: Jeannine Pyschny, Sachgebietsleitung Kinder- und Jugendbibliothek Remscheid

Die Stille im Bauch des Wals.

Emma empfindet ihre Umgebung als zu laut und wünscht sich nichts mehr als einen Ort, an dem sie ihre Ruhe hat. Als sie erfährt, wie groß Blauwale sind, kommt Emma auf eine Idee: sie baut eine Höhle, die das Innere eines Blauwals darstellen soll, macht es sich darin bequem und genießt die Stille – bis plötzlich ein anderes Kind auftaucht und mit ihr spielen will. Emma nimmt all ihren Mut zusammen und schlägt dem Kind einen Kompromiss vor, der die Bedürfnisse von beiden erfüllen kann. Schaffen es die beiden trotz der unterschiedlichen Charaktereigenschaften eine Freundschaft zu schließen und zusammen Zeit zu verbringen? Xin Lis Bilderbuch „Die Stille im Bauch des Wals“ handelt nicht nur von einer scheinbar ungewöhnlichen Freundschaft, sondern auch davon, wie wichtig es ist, die eigenen Gefühle klar zu kommunizieren. Die Geschichte zeigt, wie schön es sein kann, mit gegenseitigem Verständnis der Bedürfnisse anderer und trotz vermeintlicher Gegensätze, einen Weg zur Freundschaft zu finden. Die wunderschönen Illustrationen der Autorin bereichern den sowieso schon herzerwärmenden Inhalt des Buches und spiegeln vor allem Emmas Gefühlswelt auf eindrucksvolle Weise wider. Xin Li: Die Stille im Bauch des Wals. Bilderbuch. Aus dem Englischen von Knut Krüger. 48 Seiten, Penguin Junior, 2026, ISBN 978-3-328-30434-0; in der Kinder- und Jugendbibliothek mit der Signatur „Ab 1“ zu finden.

s2kpo – bitte was???

Begeisterte Strickerinnen und Stricker kennen das sicherlich: im Internet findet man wunderschöne Modelle für ein neues Strickprojekt, doch die englische Anleitung ist einfach unverständlich. Dank Wörterbuch findet man zwar leicht heraus, dass knit 1 eine rechte Masche bezeichnet und purl 1 für die linke Masche steht, doch was bitteschön bedeutet s2kpo? Und selbst wenn man weiß, welche Worte sich hinter den Abkürzungen verbergen, heißt das noch lange nicht, dass man diese Stricktechnik dann auch umsetzen kann.

Genau hier setzt „Do you speak Knitting?“ an und hilft weiter. Die englischen Fachbegriffe werden nicht nur wörtlich übersetzt, sondern auch verständlich erklärt. Zahlreiche Fotos illustrieren verschiedene Strickmuster und führen Schritt für Schritt durch die Umsetzung auch anspruchsvollerer Stricktechniken. So eignet sich das kompakte Nachschlagewerk nicht nur für die Überwindung der Sprachbarriere zur englischsprachigen Strick-Community, sondern auch als Anleitungsbuch für die Verbesserung der eigenen Strickkünste.

Unterhaltsam und informativ führt die Autorin in die Welt von Ravelry, Socktober und Knitalong (KAL) ein, sodass die Strickenden endlich mitreden können und auch den internationalen Strick-Slang sicher beherrschen.

 

Stephanie van der Linden, „Do you speak Knitting? Englische Strick-Anleitungen endlich verstehen“, 160 Seiten, Frech Verlag, 2025, 978-3-7358-7129-9, in der Stadtteilbibliothek Lennep zu finden unter „Xen 311 Allgemein LIN“.

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24. Okt. 26

Nacht der Kultur     mit der Band Rionn